Steinau
Die Länge der Bäche und Flüsse Schleswig-Holsteins summiert sich auf 30.000 Kilometer -- das sind etwa drei Viertel des Erdumfangs! Das Wasser fließt in großen Teilen Schleswig-Holsteins von Ost nach West. Die Wasserscheide zwischen Nord- und Ostsee liegt im östlichen Teil des Landes. Quellen, die nur wenige Kilometer entfernt von der Ostsseküste entspringen, lassen diese rechts liegen.
Das Wasser bahnt sich seinen Weg Richtung Westen. Hier münden Flüsse wie die Eider in die Nordsee oder wie die Stör in die Unterelbe. Doch keine Regel ohne Ausnahme: Trave und Schwentine liegen östlich der Wasserscheide und fließen in die Ostsee.
Charakteristisch sind die relativ kleinen Einzugsgebiete, geringes Gefälle sowie kurze Fließstrecken bis zur Einmündung in die offene See oder in Binnenseen. Es überwiegen Bäche mit einer Sohlbreite von zwei Metern.
Größere Einzugsgebiete besitzen die Flusssysteme Eider mit Treene, Stör, Trave, Pinnau, Krückau und Schwentine.
Mit der allgemeinen Landschaftsänderung durch die zunehmende Besiedlung ist in den Lebensraum Fließgewässer erheblich eingegriffen worden. Beginnend mit der Entwaldung hat sich das Abflussverhalten der Einzugsgebiete durch Flächenversiegelung, Melioration, Dränung und den Gewässerausbau gewandelt.
In der Regel wurden die Lauflängen verkürzt, die Einschnittiefe und der Querschnitt vergrößert. Einzelne Gewässer oder Gewässerabschnitte wurden verrohrt oder eingedeicht. Diese Maßnahmen waren wesentliche Vor-aussetzungen, um die Einzugsgebiete unter anderem besser landwirtschaftlich nutzen zu können. Für den Naturhaushalt hatten diese Veränderungen jedoch folgende Auswirkungen:
Die besseren Nutzungsmöglichkeiten der Einzugsgebiete der Fließgewässer führten in der Folge auch zu einem Verlust der an diese Lebensräume angepaßten Tier- und Pflanzenbestände.
Einen kartographischen Überblick über die Fließgewässerlandschaften Schleswig-Holsteins finden Sie hier.