Schleswig-Holsteins Geschichte ist eine Geschichte des Wassers. Im Osten durch die Gletscher der Eiszeit geformt, im Westen dem "blanken Hans" abgerungen: die Gestalt Schleswig-Holsteins ist wie in keinem anderen Bundesland vom Wasser geprägt.
Wasser als Fluch: Ganze Landstriche versanken im Mittelalter in den Fluten.
Wasser als Weg: Die Küstenlage ließ an der Ostsee schon früh Handelsplätze entstehen. So in grauer Vorzeit das sagenumwobene Haithabu. Später wuchs die Hafenstadt Lübeck zur reichen, beherrschenden Metropole. Auf den Flüssen Eider und Treene querten schon die Wikinger die schmalste Stelle zwischen den Meeren.
Wasser als Segen: Auch das Schleswig-Holstein des 21. Jahrhunderts lebt von und mit dem Wasser. Es ist Grundlage für ein gesundes, naturnahes Leben. Es bietet optimale Verkehrsbeziehungen insbesondere im Ostseeraum. Es ist Voraussetzung für einen blühenden Tourismus an den Küsten und im Binnenland. Es liefert die Basis für eine erfolgreiche Landwirtschaft. In Schleswig-Holstein ist Wasser allgegenwärtig. Der sandige Untergrund ist ein riesiger Grundwasserspeicher aus dem die Trinkwasserversorgung sichergestellt wird. Ein dichtes Netz von Flüssen und Bächen durchzieht das Land. Die langestreckten Förden bringen das Meer weit ins Land hinein. In der wechselhaften Landschaft des Wattenmeers liegen Inseln als Vorposten zwischen Land und Ozean.
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