
Schleswig-Holstein besitzt ein dichtes Gewässernetz. Die gesamte Lauflänge der offenen Gewässer beträgt annähernd 30.000 Kilometer. Der größte Teil davon sind Bäche. Nur rund 1.200 Kilometer der gesamten Laufstrecke erreicht eine Sohlbreite über zwei Meter.
Die schleswig-holsteinischen Fließgewässer zeichnen sich durch eine ursprünglich große Typenvielfalt aus. Zwei Eiszeiten haben die Landschaft abwechslungsreich geformt, und auch die vielen Seen und die Küstennähe sorgen für unterschiedliche Gewässertypen: schnell fließende kies- und steingeprägte Bäche in der "schleswig-holsteinischen Schweiz" rund um den Bungsberg, Sandbäche der Geest, Hochmoorabflüsse und von Meeressedimenten geprägte Marschenflüsse. Jahrzehntelange Ausbaumaßnahmen, vor allem Begradigungen, Vertiefungen und Uferbefestigungen haben diese Vielfalt stark beeinträchtigt, aber noch nicht ganz verschwinden lassen.
Schleswig-Holsteins größte Flüsse sind die Eider mit einem Einzugsgebiet von über 2.000 Quadratkilometern (einschließlich der Treene), die Stör und die Trave mit je zirka 1.800 Quadratkilometern. Bedeutende größere Fließgewässer sind auch die Krückau, die Pinnau und die Schwentine.
Die meisten der kleineren Flüsschen und Bäche sind außer den jeweiligen Anliegern nur wenigen Experten namentlich bekannt. Diese Internetseite möchte sie alle beim Namen nennen und vor Augen führen. Denn nur was wir kennen, lernen wir auch wirklich schätzen.
Einen kartographischen Überblick über die Fließgewässerlandschaften Schleswig-Holsteins finden Sie hier. Weitere Informationen über die Fließgewässer unseres Landes finden Sie unter Fachinformationen und im Umweltbericht der Landesregierung